16.08.2021

Folge 21: Focusing: Nimm 20 Minuten Urlaub von deinem Problem

Allgemein

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Focusing - Selbsthilfe bei der Lösung persönlicher Probleme

Mit dieser Übung aus dem Focusing kannst du 20 Minuten Urlaub von deinem aktuellen Problem machen. Versprochen.

Hier das Video-Audio dazu:

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Ankommen wo du gerade bist

Coming home,  zu dir selbst kommen, bedeutet immer auch: da ankommen, wo du gerade bist. Ein Weg dazu kann sein, in deinem gelebten Alltag anzukommen.

Du kannst Pause machen von den allgegenwärtigen Gedanken daran, wie etwas sein sollte oder was noch alles zu managen, zu erledigen ist, auch von deinen Gefühlen über dieses oder jenes.

Stattdessen kannst du dir deinen eigenen Alltag anschauen, wie ein guter Freund, eine Freundin, die ganz auf deiner Seite steht.

Die eigentliche Herausforderung ist der Alltag, die Notwendigkeit, in ständig wechselnden Situationen bei dir selbst zu sein.

Bei dir ankommen

Die folgende Meditation lädt dich ein bei dir selbst anzukommen mitten im Alltag.

Für die nächsten etwa 15 bis 20 Minuten lade ich Dich ein, es dir beim Hören so gemütlich zu machen, wie es im Moment geht. Vielleicht legst du die Füße hoch und findest eine entspannte Haltung. Sei einfach mit dir genau da wo du gerade bist.

Den Atem spüren

Nun kannst Du Deinen Atem wahrnehmen, der an deinen Nasenflügeln vorbei streift.

Beim nächsten Atemzug atmest du dann die Luft ein und spürst wie die Luft einströmt. Du nimmst deinen Atemraum  von ihnen körperlich war.  Sanfte Atemwellen in deinem Körper, die von alleine kommen und gehen.

Bleibe eine kleine Weile dabei. Erlaube den Dingen um dich herum, in den Hintergrund zu treten. Lass für eine Weile dieses Atmen, dieses Ein- und Ausströmen das Wichtigste auf der ganzen Welt sein.

Den Körper von innen wahrnehmen

Dabei nimmst du deinen Körper von innen wahr.  Du bemerkst, wie der Atem deinen Brustkorb etwas dehnt und sich dein Atemraum in Richtung Bauch etwas weitet.

Lasse den Atem so kommen, wie es atmet.  Du brauchst an deinem Atem nichts zu verändern.  Du gehst einfach mit dem natürlichen Rhythmus des Atmens, den dein Körper von alleine wählt.  So wie es von alleine atmet.

Der gute Ort im Körper

Jetzt schlage ich dir vor, dich auf die innere, körperliche Suche nach dem Ort im Körper zu begeben, an dem du dich im Augenblick in deinem Körper am wohlsten fühlst.

Angenommen: Wenn du überall Schmerzen hättest - wo würde es sich im Körper am wenigsten schmerzlich anfühlen? Richte einfach die Frage nach innen: Wo ist es jetzt im Augenblick am angenehmsten?

Lasse dir ruhig etwas Zeit, dieser Frage im Körper nachzuspüren.

Und wenn du dann einen körperlichen Ort gefunden hast, erlaube dir bitte, diesen Körper Raum mit einem sanften Atem zu betreten. Stell dir vor, du könntest deinen Atem in diesen körperlichen Raum fließen lassen. Erlaube dir, dieses angenehme körperliche Gefühl zu genießen. Bleibe dabei und spüre diese angenehme Qualität im Körper.

Im Freiraum verweilen

Vielleicht ist es gut für dich, in diesem Freiraum einige Momente zu verweilen und einen kleinen Urlaub vom Getriebe um dich herum und in dir zu machen. Genieße atmend und erlaube dem guten Gefühl, sich in deinem Körper weiter auszubreiten.

Von dort aus auf den Alltagsmenschen schauen

Jetzt schlage ich dir einen weiteren Schritt vor: schaue aus diesem angenehmen Ort hinaus und betrachte dich selbst in deinem Alltag. Bleibe mit deinem Atem im angenehmen und schaue dir zu bei dem, was du alltäglich tust.

Lasse einen kleinen Film von deinem Alltagsmenschen vor deinem inneren Auge entstehen. Du kannst dir auch zuhören.

  •  Was tust du als Alltagsmensch in deinem Alltag?
  • Mit wem sprichst du?
  • Was tust du wenn du alleine bist?
  • Welche Grundstimmung hat dein Alltagsmensch?

 Lasse dir Zeit, diesen Fragen etwas nachzugehen.

  • Was bewegt deinen Alltagsmenschen vom Aufstehen bis zum Schlafengehen?

 Bleibe zugleich beim körperlich spürbaren Atmen.

  • Welches innere Grundgefühl ist der Treibstoff, für das Tun und Nichttun deines Alltagsmenschen?
  • Mit welchem “ich muss” treibt dich dein Alltagsmensch an?

Schaue deinem Alltagsmenschen ein wenig in die Augen und bemerke die Stimmung, die Energie, die dir von dort entgegenkommt.

Bleibe gleichzeitig in deinem Atem, in deinem guten Raum.

Hier kannst du dich fragen:

  • Worum dreht sich das Leben meines Alltagsmenschen, um welches Grundgefühl, welche Sehnsucht, welche Angst?
  • Was auch immer, um was herum entsteht dieser Alltag?

Wofür lebt dein Alltagsmensch?

Eigentlich lebt dein Alltagsmensch für…

Was fällt dir von alleine ein, ohne Nachdenken: Eigentlich lebt dein Alltagsmensch für…

Lasse einfach entstehen, was von innen her kommen will.

Dein Körperwissen befragen

Nun kannst Du Dein Körperwissen in Richtung Brust und Bauch anfragen:

  • Was braucht dieser Alltagsmensch am allermeisten?
  • Welche Kraft, welche Energie wünscht du dir diesen Menschen?

Lasse diese Energie entstehen und schicke deinem Alltagsmenschen diese Energie zu.

Wie verändert sich jetzt dein Alltagsmensch?

Schaue dann zu, wie sich dein Alltagsmensch verändert.

Wie er mit dieser Zuwendung von dir geht, spricht, sich bewegt. Vielleicht taucht auch eine Farbe auf, die dazu passt.

Erlaube dir zuzuschauen, was sich verändert. Gehe mit, und vielleicht erlebst du diesen neuen Gefühle in dir, diese andere Art zu sein.

  • Genieße was alles gut ist.
  • Wie spürst du dich dabei?
  • Was breitet sich in deinem Körper aus?

Den nächsten Schritt gehen

Und vielleicht möchtest du nach dieser Meditation mit diesem Lebensgefühl den nächsten Schritt angehen.

Und dann schau ob es in Ordnung ist allmählich zum Schluss zu kommen. 

Und ich schlage dir, vor dich bei dem angenehmen Ort in deinem Körper zu bedanken.

Und du kannst auch versprechen wiederzukommen.

Und dann beende die Meditation in deinem eigenen Tempo.  Bleibe in Kontakt mit dem guten Ort in deinem Körper. 

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