Achtsamkeit - Inneres Erforschen öffnet für Essenz. Ich biete Kurse zum Erforschen in Tübingen und Reutlingen an.

Inneres Erforschen

ist eine Methode der transpersonalen Psychologie und Spiritualität. Sie fördert menschliche Entfaltung und unterstützt heilsame Prozesse.

Transpersonale Psychologie und Spiritualität

Schon vor ca. 30 Jahren hat sich die Transpersonale Psychologie als ein Zweig der Humanistischen Psychologie entwickelt. Diese wiederum ist in den 60iger Jahren als dritte große Kraft in der Psychologie neben der Analyse und der Verhaltenstherapie hervorgegangen.

Die analytische Psychologie befasst sich vor allem mit den kranken oder neurotischen Teilen des Menschen. In der Verhaltenstherapie strebt man Heilung durch Verhaltensänderung an. In der humanistischen Psychologie richtet man das Augenmerk in erster Linie auf die Potentiale des Menschen und die heilsame Selbstorganisation der Seele. In einer annehmenden und achtsamen inneren Haltung wenden wir uns der gegenwärtigen Erfahrung zu und erforschen sie. Dabei treten Bewertungen und rationale Erklärungen zurück.

Heilungsprozesse finden immer in der Gegenwart statt. Die transpersonale Prozessarbeit bezieht sich daher auf das “Hier und Jetzt” des Erlebens: Körperempfindungen, Körperausdruck, Stimmungen, Gedanken und Worte, sowie bildhaftes Erleben sind das “Material”, mit dem wir arbeiten. Die Gruppe ist ein wichtiger Resonanzraum für die eigene Erfahrung. Daher nutzen wir das Potential, das in jeder Gruppe vorhanden ist. Grundlage der Arbeit in der Gruppe ist ein geschützter, vertrauensvoller Rahmen, menschliche Verbundenheit, die Freiheit des Einzelnen und der Respekt vor jeder Erfahrung.

Die transpersonale Prozessarbeit schließt auch das spirituelle Potential des menschlichen Lebens ein. Sie erschließt den Zugang zu grundlegenden Qualitäten des Seins und des Lebens und unterstützt dabei, wieder in unmittelbaren Kontakt zu kommen mit Wert, Freude, Verbundenheit, Liebe, Präsenz, Stärke und weiteren essentiellen Qualitäten. In der Bibel werden diese grundlegenden Qualitäten des Lebens als “Früchte des Geistes” beschrieben.

Transpersonale Prozessarbeit gründet auf moderner humanistischer, transpersonaler Psychologie und dem alten Weisheitswissen aus der Mystik der großen spirituellen Wege des Ostens und des Westens.

Inneres Erforschen

Inneres Erforschen ist neben der Meditation die grundlegende Methode der transpersonalen Prozessarbeit. Dabei wenden wir uns dem eigenen Erleben zu. Wir geben ihm Raum, folgen ihm, lassen uns tiefer ein und wechseln die Perspektive. Die Erfahrung zeigt: was ist, darf sein – und was sein darf, kann sich verändern. Im Zulassen aller Erfahrungen verlieren wir möglicherweise die Kontrolle. Dafür erscheint, was wir als Menschen wirklich sind, jenseits oberflächlicher Merkmale unserer Identität. Dort liegt das Potential für die Heilung seelischer Verletzungen und Kränkungen. Wir richten das Augenmerk auf die primäre, gegenwärtige Erfahrung. Sie führt uns zum Grund des Da-Seins und So-Seins, zu einem inneren Ort, an dem wir schon immer ganz und heil waren und es jetzt wieder werden können. Durch verschiedene Erfahrungen haben wir Mangelzustände erlebt, z.B. fehlte es an der Erfahrung von Wert, Gehalten-Sein oder Annahme. Die Seele hat versucht, das zu kompensieren und ihre “Löcher” zu füllen und musste sich dafür sehr anstrengen. Beim inneren Erforschen kann sie sich entspannen, weil sie sich in einem Feld von uneingeschränkter positiver Beachtung, Mitgefühl und Wertschätzung in Verbindung mit Aufrichtigkeit und Wahrhaftigkeit bewegen kann.

Zur Praxis: beim inneren Erforschen gibt es zunächst eine Hinführung. Anschließend gehen wir zu zweit oder zu dritt zusammen, nehmen Fühlung auf mit dem gegenwärtigen Erleben und sprechen aus dem eigenen Erleben heraus. Die begleitende Person unterstützt den Prozess, indem sie ihre Präsenz zur Verfügung stellt, ohne sich einzumischen. Danach gibt es einen Rollenwechsel. Es folgt ein Austausch in den Kleingruppen und in der ganzen Gruppe.

Grundhaltungen

In der transpersonalen Prozessarbeit orientieren wir uns an den folgenden Grundhaltungen:

  • Erkennen und sein lassen, was ist
  • Annehmen des eigenen Erlebens ohne Bewertung
  • Offenheit für alles, was in der Erfahrung auftaucht
  • Mitgefühl und Verbundenheit mit sich selbst und anderen Menschen
  • Vertrauen in den Prozess des Entstehens und in den inneren Kompass der Seele
  • Zuhören ohne Einmischung, dem Anderen die eigene Präsenz schenken
  • Die Wahrheit des eigenen inneren Erlebens aussprechen