8.01.2021

Folge 20: Richtig meditieren lernen: SEIN-DÜRFEN

Allgemein

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Richtig meditieren lernen

Wer mit der Praxis der Meditation beginnen will, sollte gleich zu Anfang darauf achten, "richtig" meditieren zu lernen. Was heißt "richtig"? Der Hauptfehler, den viele am Anfang machen, besteht darin, dass sie unrealistische Erwartungen an die Meditationspraxis richten. Sie soll die Gesundheit erhalten oder wieder herstellen, inneren Frieden bringen, zu mehr Leistung befähigen. Viele wenden sich von der Meditation wieder enttäuscht ab, wenn sie diese Ergebnisse nicht möglichst bald "bringt."

Richtig meditieren lernen heißt: Sein-Dürfen

Ein wichtiger Grundaspekt der Meditation ist der, dass wir eingeladen sind, uns sein zu lassen. Darum geht es in diesem Beitrag. Du kannst ihn auch als Video ansehen, gerne auch auf meinem Youtube-Kanal mit weiteren Videos:

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Onlinevortrag

Um richtig meditieren zu lernen, ist es wichtig, Gefühle sein zu lassen und sie zu fühlen, ohne von ihnen vereinnahmt zu werden. Darum geht es in meinem Onlinevortrag: WIE DU ZUGANG ZU DEINEN GEFÜHLEN FINDEST UND DEINEM INNEREN RUF FOLGST.

Richtig meditieren lernen und sich sein lassen

Von außen betrachtet ist Meditation eine bestimmte körperliche Form, die wir einnehmen und für eine bestimmte Zeit einhalten. Das kann ein entspannt-aufrechtes Sitzen sein oder ein achtsames Bewegen oder Gehen. Diese äußere Form unterstützt uns, mit unserer innersten Natur in Einklang zu kommen.

Unsere Natur als Menschen

ist die innerste Identität jenseits unserer alltäglichen äußeren Identität. Diese besteht aus vielen Rollen, Vorstellungen und Selbstbildern, die wir von uns haben. Erst wenn wir unsere innerste Identität entdecken, lernen wir eine Freiheit kennen, die uns verschlossen bleibt, solange wir unserer äußeren Identität verhaftet bleiben.

Bedeutet richtig meditieren: üben, üben, üben?

Üblicherweise wird Meditation so verstanden, dass sie uns in Kontakt bringen soll mit unserer innersten Natur. Aber dieses Verständnis bleibt noch oberflächlich. Denn dann versteht man Meditation als eine Art Übung, die uns zu unserer innersten Seinsnatur erst noch führen soll. Die Annahme lautet: Noch sind wir nicht da! Doch unsere Seins-Natur kann nicht geübt werden, sie ist schon da!

Richtig meditieren lernen und frei sein

Meditation ist also kein Mittel zum Zweck, irgendwohin zu kommen. Sie ist der natürliche Ausdruck unserer innersten Identität und unserer Freiheit. Freiheit wovon? Wir legen die Vorstellungen und Selbstbilder ab, die uns erzählen, wer wir sein sollten, aber leider, leider noch nicht sind.

Meditation als Ausdruck des unbedingten SEINS

ist keine Übung und kein Tun. Sie ist ein Ort des Loslassens und eine Zeit, uns an das innerste Wesen in all seinen Aspekten zu erinnern. Das Grundlegendste, was man über Meditation sagen kann, ist, dass sie ein Ort ist, an dem es um das SEIN geht. Oder anders ausgedrückt: Wir dürfen sein, wie wir sind! Unser bloßes Sein genügt. Was für ein Versprechen! Sehnen wir uns nicht nach genau diesem Sein-Dürfen? Wann haben wir schon das Gefühl, dass unser So-Sein genügt, ohne Erwartung und ohne Pflichten? Haben wir nicht ständig das Gefühl, "anders" oder "besser" sein zu müssen?

Meditation bedeutet: SEIN genügt

Manchmal, vielleicht bei einem ausgedehnten Spaziergang in der Natur, stellt sich das Gefühl ein, dass unser bloßes SEIN genügt. Schon können wir entspannen und innerlich loslassen. Wir lassen uns in unser natürliches So-Sein fallen. Umgekehrt spannen wir uns sofort an, wenn wir inneren oder äußeren Erwartungen ausgesetzt sind, "anders" sein zu sollen.

Richtig meditieren: Was ist, darf sein

Deshalb ist das die Grundhaltung in der Meditation: Was immer gerade in Erscheinung tritt, darf sein. Es genügt vollkommen. Wie auch immer wir gerade sind - es ist in Ordnung. Wir brauchen uns nicht darum zu bemühen, die Dinge anders oder besser zu machen. Dieser Augenblick ist vollkommen und auch wir sind so, wie wir sind, vollkommen und angenommen. Das ist zwar eine tiefe Sehnsucht, aber Hand aufs Herz: Erleben wir das auch tief innen?

Fragen zum Erforschen

Diese Fragen mögen dich anregen, genauer hinzuschauen:

  • Wie erfährst du Momente von Sein-Dürfen?
  • Wie erfährst du Momente von "Angenommensein"
  • Wie erfährst du Meditation, wenn dieses "Sein-Dürfen" und "Angenommensein" die Grundhaltung dabei ist?

Praxistipp

Sage zu Beginn der Meditation still in dich hinein: Alles darf so sein, wie es ist. Beobachte, welche Wirkung das auf dich ausübt.

Weitere Hinweise

Willst du tiefer einsteigen in das Thema? Dann empfehle ich dir meinen Onlinevortrag: WIE DU ZUGANG ZU DEINEN GEFÜHLEN FINDEST UND DEINEM INNEREN RUF FOLGST. Nach dem Vrotrag lade ich dich zum Gespräch ein.

Ich empfehle auch die Webseite von Richard Stiegler, dem ich viel verdanke.

Schau gerne auch auf meinem Youtube-Kanal vorbei.

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